Warum funktioniert das Content Marketing nicht?

Im letzten Jahrzehnt hat sich das Kundenverhalten dramatisch geändert, deshalb erweist sich die klassische Werbung seit einiger Zeit als weniger effektiv. Vor diesem Hintergrund wird häufiger auf andere Methoden gesetzt, um potentielle Kunden an Land zu ziehen. Unter Instrumenten von Inbound-Marketing nimmt heutzutage das Content-Marketing eine feste Position ein. Möchten Sie es für Ihr Unternehmen erfolgreich anwenden, sollten Sie einige verbreitete Fehler vermeiden.

Das Content-Marketing beschreibt die Erstellung und Verbreitung von inhaltlich nützlichen Informationen im Internet. Seine Hauptaufgabe liegt darin, Waren oder Dienstleistungen nicht direkt anzubieten oder deren Vorteile zu beschreiben, sondern einen echten Mehrwert für potentielle Kunden zu schaffen. Das heißt zum besten Nutzen für Leser neue Erkenntnisse bieten, praktische Probleme lösen und essentielle Fragen beleuchten. Im Vergleich zur Werbung, die nur eine Message vermittelt und kein Feedback des Zielpublikums vorsieht, handelt es sich beim Content-Marketing eher um den Aufbau einer hochwertigen Kundenkommunikation sowie die Stärkung des Ansehens vom Unternehmen. Letztendlich soll ein Leser bewusst zum Kunden werden. Das Besondere daran ist, dass seine Kundenentscheidung auf Vertrauen an das Unternehmen basiert.

Dieses Herangehen gilt als aufwändig, denn man muss in Content-Marketing-Maßnahmen anhaltend viel Zeit und Mühe investieren. Nicht zu vergessen ist dabei, dass sich seine Wirkung nicht über Nacht, sondern sehr allmählich entfaltet. Die ersten kleinen Erfolge sind des Öfteren erst nach Monaten zu sehen. Aus diesem Grund stellen manche enttäuschte Firmen wegen schwacher Ergebnisse die Kampagne vorzeitig ein. Aber bei richtiger Umsetzung kann man den Nutzen davon langfristig genießen: Da digitale Inhalte online bleiben, entsteht durch deren Verbreitung so genannter „Speicherungseffekt“. Deshalb wäre es möglich neue Kunden in einem Monat oder in einem Jahr nach der Publikation eines Beitrags zu gewinnen.

Welche Vorteile kann das Content-Marketing für Ihr Unternehmen verschaffen?

  • indirekte Verkäufe durch gefragte Inhalte bekommen
  • gegenüber der Werbung kleinere Budgets ausgeben
  • Wiedererkennungswert der Marke steigern
  • durch nützliche Inhalte zum Experten für Ihre Kunden werden und somit das Unternehmensimage verbessern
  • dank natürlichen Backlinks bessere Positionen in den Google-Suchergebnissen erreichen

Damit das Content-Marketing gut funktioniert und Ihr Unternehmen davon profitieren kann, sollen alle Schritte bedacht vorgenommen werden. Spontane Handlungen ohne geplante Strategie führen meistens zum Scheitern. Das ist freilich kein einziger Fehler, den Marketer in diesem Bereich zulassen. Möchten Sie nicht unnütz Ihre Ressourcen ausgeben, wäre es ratsam, die folgenden Fehler besser zu vermeiden.

 

Verbreitete Fehler im Content-Marketing

 1. Ziele nicht klar definieren

Sie sollen sich darüber Gedanken machen, auf welches Ziel erstellte Inhalte hinarbeiten werden.

Man unterscheidet informierende Inhalte, , die zum Aufbau von Vertrauen zwischen Kunden und Ihrem Unternehmen beitragen sollen. Unterhaltsame Inhalte sind dazu berufen, Leser zur Diskussion zu animieren. Verkaufsinhalte veranlassen zum Kauf  und können veröffentlicht werden, nachdem Sie die Loyalität des Zielpublikums verdient haben. Nicht selten werden diese Aspekte außer Acht gelassen, indem universelle Beträge verfasst werden, die alle erwähnten Aufgaben zugleich zu lösen haben.

 2. Content ohne Rücksicht auf die Zielgruppe erstellen

Die Zielgruppe zu kennen ist für das Content-Marketing entscheidend. Ohne Verständnis für Interessen und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe gelingt es Ihnen kaum relevante Inhalte zu schaffen, die Probleme Ihres Zielpublikums lösen werden. Darum muss zu allererst die wichtige Frage beantwortet werden: „Auf wen sind Informationen ausgerichtet?“

Um die Zielegruppe besser zu verstehen und Inhalte möglichst individualisiert zu erstellen, lohnt es sich nicht nur Schlüsse aus Berichten in Google Analytics zu analysieren, sondern auch Umfragen durchzuführen und sich mit Lesern über soziale Netzwerke zu unterhalten. Aus Kommentaren lässt sich ableiten, welche Inhalte Ihre Leser gut finden, welche Themen weniger Interesse erzeugen.

3. Content-Marketing als Werbungskanal einsetzen

Ein weiterer Fehler ist, das Content-Marketing mit der Werbung auf die gleiche Stufe zu stellen: sich auf Verkäufe zu fokussieren, statt nützliches Wissen zu vermitteln. An dieser Stelle lässt sich nochmals betonen, dass Sie in erster Linie im besten Interesse Ihrer Zielgruppe handeln sollen. Durch ständige Veröffentlichung von Inhalten, die nur zum Kauf bewegen, wird man an das Vorantreiben der Neukundenakquise nicht mal einen Schritt näher herankommen. Zudem wird das dem Image Ihrer Firma schaden. Letzten Endes verlieren Ihre Leser Neugier für Publikationen, mit denen sie nichts anfangen können.

4.Ohne Redaktionsplan agieren

Manche Unternehmen verzichten auf die Aufstellung eines Redaktionsplans, obwohl er für die erfolgreiche Umsetzung der Content-Strategie unerlässlich ist. Der Redaktionsplan hilft Ihnen zielgerichtet und strukturiert zu handeln. Unregelmäßige Beiträge und Veröffentlichungen zum falschen Zeitpunkt stellen viele Experten als besonders verbreitete Fehler dar. Der Überblick über vorige und zukünftige Publikationen lässt Sie nicht nur diese vermeiden, sondern unterstützt Sie auch dabei, Themen zu erarbeiten, die sich von Wettbewerbern in Ihrem Bereich abheben werden.

5. Inhalte nicht verbreiten

Einfach hochwertige Inhalte erstellen und mehr Traffic auf Ihre Website leiten würde für erfolgreiches Content-Marketing nicht ausreichen. Inhalte müssen über verschiedene Kanäle verbreitet werden. Sie sollten sich auf jene konzentrieren, über welche Ihre Zielgruppe erreichbar ist. Es kann um Kontext-Targeting, Social Media, Blogs und Meinungsbildner oder spezialisierte Online-Magazine gehen. Es sei bemerkt, dass Sie unverbindlich alle davon zugleich einsetzen müssen.

6. Content Audit vernachlässigen

Statistische Daten spielen eine Schlüsselrolle bei der weiteren Planung und Ausarbeitung einer Strategie. Da Content-Marketing eine aufwändige Maßnahme ist, muss dessen Effizienz ständig gemessen werden. Es ist wichtig zu wissen, wie oft Beiträge besucht werden, wie Inhalte wahrgenommen werden (angeklickt, kommentiert, geteilt), welche Kanäle sich für die Verbreitung effektiver erweisen. Das Content-Tracking in Google Analytics gibt Aufschluss über diese Punkte.

7. Auf Schlagworte setzen

Obwohl herkömmliche SEO-Technologien etwas in den Hintergrund getreten sind, bleiben Schlagworte für die Auffindbarkeit im Web nach wie vor aktuell. Trotzdem soll man darauf nicht besonders großen Wert legen und Schlagworte übermäßig verwenden. Die Orientierung auf Suchmaschinen erfolgt gewöhnlich zu Lasten der Qualität. Das werden Ihre Leser höchstwahrscheinlich bemerken. Da es heute im Internet immer weniger schlechte Inhalte zu finden ist, kann dieser Unterschied zu anderen Websites auffallend sein.

8. Inhalte langweilig gestalten

Wie interessant  Sie das Thema behandeln können, ist  für das Content-Marketing definitiv von Bedeutung. Zudem ist eine visuelle Gestaltung von Inhalten auch wichtig. Forschungen von bekannten Marketing-Agenturen besagen, dass Beiträge mit attraktiven Abbildungen ziemlich häufiger gelesen und positiv bewertet werden. Setzen Sie nur auf den Inhalt, so wissen Ihre Leser einen wirklich guten Beitrag nicht zu schätzen.

9. Unter Inhalten nur Blogbeiträge verstehen

Zu Inhalten zählen eigentlich nicht nur Blogbeiträge. Um die Aufmerksamkeit Ihrer Leser zu gewinnen, wäre es richtig, sich auch andere Content-Formen wie Whitepapers, Videos, Infografiken, Tutorials, Auflistungen, kostenlose Materialien zum  Downloaden vor Augen zu halten. Im Content-Marketing ist die Eintönigkeit wie auch in jedem Lebenswebereich durchaus nicht willkommen.

Fazit

Das Content-Marketing lässt höhere Conversion-Rate im Vergleich zu anderen Marketing-Verfahren

erzielen, so angesehene Fachleute. Konkrete Zahlen kommen auf viele individuelle Faktoren wie Businessbereich, Größe des Unternehmens, Geschäftsmodell u.a. an. Gelingt es Ihnen daran konsistent zu arbeiten, werden Sie Früchte Ihrer Bemühungen bestimmt ernten.

2018-09-19T16:53:41+00:00
Erfahrungen & Bewertungen zu Impuls1