Interne Kommunikation – Das A und O eines Unternehmens

Unternehmer müssen auf viele Prozesse achten und Projekte betreuen, was Stress bedeuten kann. Dabei kann es schnell zur Vernachlässigung der internen Kommunikation und häufig zu Fehlern kommen.

Was ist interne Kommunikation?

Interne Kommunikation bezeichnet die Unternehmenskommunikation. Es geht um den Austausch von Informationen untereinander, der entweder, durch unterschiedliche Faktoren, gelingt oder misslingt.

Interne Kommunikation ist das A und O von Unternehmen. Sie baut Vertrauen auf und signalisiert Offenheit. Das Verständnis untereinander wird gestärkt. Zusätzlich fließt sie in die Corporate Identity ein und macht ein Unternehmen einzigartig.

Kommunikationsmodell

Für eine gelungene Unternehmens- und Mitarbeiterkommunikation ist es relevant sich mit den Grundlagen der Kommunikation zu Beschäftigen.

Ein bekanntes Kommunikationsmodell ist das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schultz von Thun. Das nötige Know-how für erfolgreiche Kommunikation wird hier erklärt.
Schulz von Thun geht in diesem Modell von vier Ebenen aus, auf denen jeder Mensch hört: die Sachebene, Beziehungsebene, Appellebene und Selbstoffenbarungsebene.
Redet nun jemand auf der Selbstoffenbarungsebene, doch der Gesprächspartner hört auf der Appellebene misslingt die Kommunikation. Damit ein Gespräch gelingt, müssen beide Partner auf demselben Ohr sprechen und hören.

Fehler,die vermieden werden können

Interne Kommunikation hat das Ziel Informationen auszutauschen und das Teambuilding zu unterstützen. Fehler in diesem Bereich gibt es häufig und wirken sich negativ auf das Unternehmen aus. Keine oder fehlende Kommunikation ist der häufigste Fehler und sollte unbedingt vermieden werden.

Tipps zum Verbessern

Teambuilding lässt sich veranschaulichen an der Teamuhr von Bruce W. Tuckman.
Darin steht alles beschrieben, was sowohl die Teambildung beschreibt, als auch die interne Kommunikation.
Tuckman beschreibt 4 Phasen: Forming, Storming, Norming, Performing. In der ersten Phase lernt man sich kennen und man selbst versucht sich von seiner besten Seite zu zeigen. Alles ist unpersönlich, jeder ist vorsichtig und gespannt. In Phase zwei kommt es zur Cliquenbildung. Man trifft auf Konflikte und wird mit Problemen konfrontiert.
In der Norming-Phase fängt man an Regeln aufzustellen, Feedback zu geben und neues Verhalten zu zeigen. In der letzten Phase wird man ideenreich, flexibel, leistungsfähig und solidarisch. Erst hier arbeiten wirklich alle Teammitglieder zusammen.
Ein Teambuilding-Prozess, der sich stetig wiederholen kann und in jedem Unternehmen Bestandteil ist.

Interne Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil, um ein Team richtig leiten zu können. Die Mitarbeiter müssen sich wohl fühlen. Ein WIR-Gefühl bei der Belegschaft trägt zu einer besseren Leistung bei.

Verschiedene Instrumente helfen Unternehmern bei einer besseren internen Kommunikation zwischen den Mitarbeitern.

Transparenz vom Chef gegenüber den Mitarbeitern hilft dabei Vertrauen aufzubauen. Der Vorgesetzte muss die Belegschaft über relevante Vorgänge auf dem Laufenden halten.
Doch Qualität ist besser als Quantität. Das heißt Mitarbeiter in entsprechenden Abteilungen sollten auch die entsprechenden Informationen bekommen. Zu viel kann überfordern. Beispielsweise kann man die Mitarbeiter aus der Abteilung vom Marketing in die Projekte einweihen, aber sollte nur relevante Informationen geben.

Mitarbeitergespräche und regelmäßige Meetings verhelfen dem Betrieb zu besseren Feedbacks.
Feedbacks spielen eine große Rolle, wenn es um Mitarbeiterzufriedenheit geht. Hier kann man als Arbeitgeber die Chance ergreifen den Mitarbeitern zuzuhören, um sich besser auf seine Mitarbeiter einstellen zu können. In Bezug auf anstehende Projekte kann man sich in Meetings und Gesprächen besser auseinandersetzen und alles besprechen. Viel reden ist der Schlüssel zum Erfolg.

Ein weiteres relevantes Thema ist die Teamarbeit. Ein Team kann nur optimale Arbeit erzielen, wenn es auch ein Team ist. Teambildung spielt eine große Rolle, wenn man Leistung erbringen soll. Doch gute Teamarbeit basiert auf Vertrauen, welches wiederum erstmal gebildet werden muss. Teambuilding-Events sollen ein Gespür für die Individualitäten entwickeln. Auf Vertrauen basierende Spiele sind die besten Voraussetzungen für die Bildung eines Teams. Empathie wird entwickelt. Sobald zwischenmenschliche Beziehungen gestärkt worden sind und man bereit ist Aufgaben aufzuteilen oder abzugeben, kann man mit der Teamarbeit beginnen.

Als Betriebsleiter ist es schon gut zu sagen, dass Probleme offen angesprochen werden dürfen, doch kaum jemand macht das. Um der Aussage Kraft zu verleihen, kann man Gruppendiskussionen einführen, bei denen sowohl der Chef als auch die Belegschaft Probleme offen ansprechen und lösen.

Andere Hilfsmittel für bessere interne Kommunikation sind beispielsweise das Schwarze Brett, das Intranet oder Mitarbeiterzeitungen. Hier haben die Arbeitnehmer die Chance anstehende Termine zu erfahren, Neuigkeiten über den Betrieb zu erlesen und selbst Artikel zu veröffentlichen. So kommuniziert man ganz offen und transparent.
Des Weiteren helfen Fragebögen, um die Mitarbeiterzufriedenheit festzustellen.

Zudem ist es hilfreich Kompetenzprofile zu erstellen. So hat man die Fähigkeiten der Mitarbeiter auf einem Blick und kann die Aufgaben besser zuordnen. Jedes Individuum im Team hat Stärken und Schwächen. Optimal genutzt wird dies, wenn jeder Aufgaben bekommt, bei denen er seine Stärken in den Vordergrund stellen darf.

Kommunikation geht mit der Zeit

Mit der Digitalisierung verändert sich auch die Kommunikation. So wie sich beispielsweise Facebook stetig aktualisiert und erneuert, verändert sich auch die Verständigung untereinander stark.

Vieles läuft heute über Medien und Online-Plattformen. So kommunizieren wir nicht mehr nur von Angesicht zu Angesicht, sondern ziehen es, zumindest in einigen Situationen, sogar vor den Gesprächspartner nicht direkt angucken zu müssen. Dazu gibt es neue Erfindungen, die der Nachricht Emotionen verleihen: der Smiley und neuerdings auch das GIF.
Emoticons sind, auch wenn sie dem Einen oder Anderen überflüssig erscheinen mag, sehr hilfreich, was die Kommunikation betrifft. Emojis drücken Gefühle aus, die man in einer Nachricht mit ausschließlich Text nicht verdeutlichen könnte. Zudem überschreiten Emojis die Grenze der Sprache, denn mit ihnen kommuniziert man ganz nonverbal. Nonverbale Sprache ist die Sprache, die jeder versteht.

Als Kommunikationsmittel ist die E-Mail heute nahezu unverzichtbar. Sie ist zu einem häufig genutzten Medium in der Geschäftswelt geworden.
Doch auch hier wandelt sich die Kommunikation. Heute wird Zeit immer kostbarer. Kaum jemand hat die Geduld auf eine lang verfasste E-Mail zu warten. In der Unternehmenskommunikation neigt der Trend zu knappen Antworten, die den Content trotz allem auf den Punkt bringen.

Fazit

Gemeinsame Ziele, Vertrauen und Offenheit sind im Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg. Zwischenmenschliche Beziehungen müssen aufrechterhalten werden. Ein WIR-Gefühl muss entstehen. Bei der internen Kommunikation geht es darum sobald wie möglich ein gut eingespieltes Team zu haben. Fehler kann man schnell verbessern mit kleinen Hilfsmitteln oder der direkten Kommunikation. Man kann auf Wünsche eingehen und Probleme ansprechen und sie lösen. Social Media und andere Medien sind ebenso großer Bestandteil der modernen Kommunikation geworden, auch eines Unternehmens. Im Allgemeinen ist interne Kommunikation wichtig, egal ob über E-Mail, SMS oder doch von Angesicht zu Angesicht und egal in welchen Bereichen.

2017-10-13T10:38:52+00:00
Erfahrungen & Bewertungen zu Impuls1